Montag, 28. November 2016

ARD Studio Washington further Email Con Translated

Answers to my EMails at ARD Studio Washington in chronological order

Please be patient, this is quite some text

Dear Mr. Hallerbach,

Thank you for your email!
The ARD Studio Washington did several reports regarding the fight against the pipline, on radio and on TV, just recently a feature was done by our correspondent Sandra Ratzow for the Weltspiegel-show, see the following link:
(I already postet this one)
http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/videos/usa-trumpeln-auf-den-rechten-der-indianer-100.html

Thank you very much for your hint on the youtube videos. Regularly we try to do our reports directly and on our own, personally gather information on site - even if this is not always possible.
Coverage of recent events did not make it into the  daily news of the ARD - there are so much different topics, so it is hard to prioritize and and go active on an certain subject

Of course we keep an eye on the situation evolving  around DAPL.

Thank you very much for your inquiry and best regards from Washington

Ina Ruck
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My answer:

Dear Mrs. Ruck,

vielen Dank für Ihre Antwort und gar aus dem Studio Washington.
Den Beitrag des Weltspiegels habe ich sehr wohl erfreut zur Kenntnis genommen.

Natürlich muss die Flut an Informationen kanalisiert werden und die Geschehen vor zwei Tagen waren wohl kaum geplant und vorab bekannt. Auf jede Tankstellen-Geiselnahme in Lüdenscheid würde sofort auch mit Archivmaterial (Überwachungskameras) reagiert, weil kein Aufnahmeteam zufällig vor Ort ist, warum nicht auch mit Livefeeds von Youtube.
Wenn ich mir das Spektrum der Nachrichten in der Tagesschau betrachte
wundere ich mich über die Gewichtung.
Ich bin mir nicht sicher ob Sie Bilder von den Ereignissen gesehen haben, ein Eindruck mag die Szene geben, die ich aus dem (für mich entscheidenden) YT Feed kopiert habe.
Hier ist insbesondere interessant, dass Sie die einzige Rauchspur einer Tränengasgranate in Richtung Polizei gehen sehen.
Der Ursprung und die Bahn der Granate lassen auf eine geschossene Granate schliessen und nicht auf eine geworfene.
Dies wiederum lässt den Schluss zu, dass die (ohnehin der illegalen und unmenschlichen Vorgehensweise bezichtigten) Polizei hier wieder einen Fake durchzieht, um einen Grund zu haben (Wie ja auch tatsächlich geschieht) den Water Protecors/Protesters Ausübung von Gewalt zu unterstellen.
Ich bin mir der Problematik einer objektiven Betrachtung der Geschehnisse durchaus bewusst, aber die überwiegenden filmischen Berichte vor Ort, ein Interview der Journalistin Erin Schrode mit einem Water Protector, welches wiedergibt, wie sie, ohne jegliche Aktion im Nahbereich der "Frontlinie", "zufällig" von einem Gummigeschoss getroffen wird, zeichnet doch ein deutliches Bild, dass die paramilitärischen Kräfte vor Ort völlig wahllos und unverhältnismäßig agieren.
Sind die USA dermaßen sakrosankt, dass sich die, zum guten Teil privaten, "Law Enforcement Officers" (was für zynische Begrifflichkeit) wirklich alles leisten können, ohne dass es zu öffentlicher  Kritik, auch aus den Partnerländern kommt?

Dermaßen massiver Einsatz von Tränengas, wie hier zu sehen ist, gegen eine Menschenmenge, die sich nicht einmal durch Flucht entziehen kann (Vorne die Sperre, der Wasserwerfer und Gummigeschosse verschießende Soldaten, rechts und links Geländer der Brücke und bestenfalls der Fluss, nach hinten gut 300 Menschen dicht gedrängt) finde ich nicht mehr normal.
Das macht einen schlimmeren Eindruck als die Boykott-Demonstrationen in Frankfurt, bei denen ein Demonstrant aus nächster Nähe dermaßen mit einem Wasserwerfer verletzt wurde, dass er sein Augenlicht verlor.
Hier ist es ein fast abgerissener Arm.
Ich hoffe im Namen der Menschenrechte mehr Informationen in der ARD zu sehen, auch und speziell über diese Nacht.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und viele Grüße nach Washington

Martin Ydalir Hallerbach

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  A further answer from Mrs. Ruck:


Lieber Herr Hallerbach,

klar, wir verwenden auch youtube-Videos oder andere Videos aus dem Netz für unsere Beiträge, wenn es nicht anders geht. Wichtig ist dabei immer, dass sie verifiziert werden können. Im Fall Standing Rock ist das sehr einfach, wir können das mit unseren Kontakten vor Ort klären. Wir werden die Situation rund um die Pipeline weiterhin als Thema anbieten, ich bin mir sicher dass wir noch oft darüber berichten werden. Die Protestierenden sind sehr entschlossen (und es kommen ja immer mehr) - und mit der neuen Machtsituation in den USA hat auch die Gegenseite Aufwind.

Danke nochmal für Ihre Anregung,

Ina Ruck

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